Eine meiner Lieblingsepisoden aus Akir Kurosawas Träumen
Eine meiner Lieblingsepisoden aus Akir Kurosawas Träumen
Space is the Place ist ein Film, der sich um den Musiker und Philosophen Sun Ra dreht. Sun Ra war ein sehr ausgefallener Jazz-Musiker, der sich insbesondere einem mysthischen Free-Jazz verschrieben hatte. Wie der Musiker und seine Musik so zeigt auch der Film eine sehr eigene, altägyptisch inspirierte Kosmologie in Verbindung mit afroamerikanischer Awareness. Eine seltsame Mischung:
Mir ist nichts vergleichbares untergekommen bisher. Für Sun Ra-Fans natürlich eh ein Muss – aber auch sonst.
Bamboozled … Mit dem bescheuerten deutschen Titel „It’s Showtime“(nichtssagender könnte es nicht sein). Es wird die Geschichte einer TV/Bühnen-Show erzählt, die die alten Minstrel-Shows persiflieren soll. Damals traten schwarze wie weisse Schauspieler im sog. Blackface auf.
Der Film wirkt sehr stark independentmäßig. In der Wikipedia habe ich dazu diesen Hinweis gefunden:
Most of the movie was shot on Mini DV digital video using the Sony VX 1000 camera. This kept the budget to $10 million USD. The „Mantan Show“ sequences are shot in Super 16 film stock, which makes them appear to have a vastly more digestible look than the rest of the film.
Ich habe den Film zufällig im Fernsehen gesehen und war sofort fasziniert vom Thema, der Machart und der Umsetzung. Um euch den Spaß zu verderben hier auch die Auflösung: Einer der Schauspieler wird von schwarzen Aktivisten entführt und erschossen (was ebenfalls live im Fernsehen gesendet wird).
Die Beteiligten der TV-Produktion im Film haben allesamt zu leiden unter den Nebenwirkungen des Erfolges der Show, die nicht wirklich satirisch ist, sondern eines der großen Rassismen des weissen Amerikas wieder aufleben lässt.
Vielleicht hat der Film Schwächen. Ich würde ihm 5 Sterne geben für MUST SEE. Egal ob er euch gefällt. Solche Filme gibt es eben: Muss man gesehen haben.
Hier der Trailer:
The Take (mit Rosie Perez) ist ein ausgezeichneter, filmisch interessant gemachter Film. Das vorweg. Thriller sind ja oftmals sehr langweilig, was die flmische Art angeht. Dieser hier wirkt sehr real. Das liegt natürlich auch oft an der ‘Wackelkamera’. Aber die Charaktere wirken sehr plastisch.
Interessant ist auch, das die Geldtransporter-Firma ‘Gage’ heisst. Denn die Hauptperson erleidet eine ähnliche Kopfverletzung wie ‘Phineas Gage‘ (lest dort). Die Szene wirken wie echte Ausschnitte aus der Handlung und nicht wie starre, bühnenhafte Handlungen, wie man sie in den meisten Thrillern zu sehen bekommt. Es gibt keine Helden.
Übrigens wurde der Film 2007 für das Toronto Film Festival nominiert.
Jaques Tatis Film ‘Playtime‘ (oder auf deutsch auch „Jaques Tatis Herrliche Zeiten“) von 1971 ist ein ungewöhnlicher Film. Er hat in dem Sinne keine echte Handlung, wie viele Tati-Filme. Ihn als Komödie zu bezeichnen passt nicht. Wesentlich für den Film finde ich die Detailverliebtheit und die Bildkomposition – die Stimmung die erzeugt wird.
Man kann in Tatis Filme die Wirklichkeit der modernen Welt wiederentdecken, wie die sterile Welt eines Flughafens oder eines Supermarktes. Wo der Mensch zu einer Nummer wird – oder zur Figur. Der moderne Mensch wirkt hilf- und orientierungslos, bzw. unterteilt Tati die Menschen in diejenigen, die unmodern sind und diejenigen, die das Moderne leben. Dabei schwankt er zwischen Bewunderung und Kopfschütteln über die neue Welt.
Aufgrund des Alters des Filmes weiss man manchmal nicht so genau was damals üblicher Livestyle war oder Tatis Überhöhung ist. Zumindest gilt dies für die Generation, die erst in den 60ern aufgewachsen ist.
Playtime ist auch ein mutiger Film in seiner Reduktion der Mittel. Ich spare mir an dieser Stelle die Information über die Hintergründe der Produktion, da diese vielleicht auch von dem Film als solches ablenken. Auf jeden Fall ein Pflichtfilm für jeden Cineasten.
Gestern sah ich „Watermelon Man“ von Melvin Van Peebles. Der Film dreht sich um einen weissen Mann in einer amerikanischen von weissen bewohnten Vorstadt lebt. Eines Nachts geht er ins Bad und stellt fest, das er schwarz geworden ist. Daraufhin versucht er alles wieder weiss zu werden. Der Film zeigt humoristisch welche sozialen Konsequenzenso etwas für einen Weissen in den 60ern gehabt haben könnte. Der Film ist eine Komödie bzw. Dramödie, Drama-Komödie – wie auch immer -interessant das es da im Deutschen kein richtiges Wort für gibt.
Der Film ist gespickt mit lustigen Sprüchen. Als es z.B. an der Tür klingelt und Jeff erschrickt sagt seine Frau „Jeff, The Kuckucks-Clan never rings the bell“. Der Film ist eigentlich ein aus einer afroamerikanischen Perspektive gedrehter Film der Geschichte – zwischen den Zeilen versucht er zu vermitteln, was afroamerikaner über Weisse denken und auch welche Erfahrungen für afroamerikaner damalsganz normalwaren. Z.B.die Szene in der Jeff wie jeden Tag hinter dem Bus herläuft, aber dieses mal wird er eingefangen, weil wenn ein Schwarzer läuft muss er ja was gestohlen haben.
Youtube hat offenbar im Moment den ganzen Film online. Ich verlinke hier nur einen Ausschnitt:
Die Qualität des Films ist schlecht zu bewerten. Es ist sicher kein großes Kino, aber sehenswert und lustig.
Neulich habe ich „Shadow of the Vampire“ (USA, 2000) gesehen. Kurze Zusammenfassung des Witzes der Geschichte: Dieser Film soll die „wahre“ Geschichte der Filmproduktion des Filmes „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ von F. Murnau darstellen. In dem Film ist der Schauspieler Max Schreck tatsächlich der echte Nosferatu. Kleiner Schönheitsfehler des Filmes ist, das die Biografien der echten Schauspieler nicht mit denen im Film übereinstimmen.
Der Film ist kein Klassiker wie sein Bezugsfilm Nosferatu. Er lebt von der interessanten Idee, des „was wäre wenn…“. Die Schauspieler spielen alle recht gut – und die andere Seite, die man so vom Grafen Orlok bekommt gibt dem Film schon eine interessante Note.
Mir fällt auch kein vergleichbarer Film ein. Insofern ist er schon sehenswert. Es gibt aber einige Szene, die den Filmgenuss einschränken. Der Regisseur „Edmund Elias Merhige“ sagte mir nichts. Mit Jahrgang 1964 ist er auch noch relativ jung. Interessant wäre vielleicht mal zu sehen wie die Filme, die er danach gemacht hat. Ich habe gelesen das der Film „Begotten“ (1991) ein Kultfilm sein soll.
Also um die Frage zu beantworten, ob der Film sehenswert ist oder nicht: Ja, mit Einschränkungen. Für kritische Cineasten ist er nichts – aber für Leute, die z.B. Nosferatu kennen bzw. sehen wollen und sich für einen Film interessieren, der sich darum spinnt sicher ein MUST – in Bezug auf das eigene Urteil, was man sich bilden kann und auch in sofern, das er auf jeden Fall ein neues Licht auf ein älteres Werk wirft, auch wenn man dem Film vorwerfen kann, das er dem Bezugswerk nicht nahekommen kann. Aber dies vielleicht auch, weil „Nosferatu“ bereits eine Aura der Unnahbarkeit hat. Ich persönlich mag überwiegend Willem Dafoes Darstellung des Max Schrecks mit einigen Ausnahmen. Da mag es sein, das manche Szene eher lächerlich wirkt, weil der Regisseur nicht aufgepasst hat. Detauls entnehmt bitte den Links auf dieser Seite. In meinem Blog werde ich nicht eine komplette Handlung beschreiben. Mein Ziel ist es nur meine Erfahrung mit Filmen ganz bescheiden zu teilen. Und ich freue mich auch über kontroverse Kommentare. Wenn ich dem Film eine Schulnote geben sollte, so bekäme er eine 4+.
Hallo,
ich habe beschlossen, das ich noch ein Blog brauche – und zwar dieses mal für Filmrezensionen von Filmen, die ich sehe. Dies also eine sehr persönliche Sicht. Erwartet nicht zu viel Theorie.