1998 – Bulworth

Veröffentlicht in Rezension mit Tags , , , , , am 1. Januar 2010 von vinci

Bulworth ist ein absolut geiler Film finde ich. Hätte ich Warren Beatty als Regisseur gar nicht zugetraut. In kurzem ist es die Geschichte eines US-Senators, der die ganze Scheisse in der Politik einfach nicht mehr ertragen kann und zunächst anfängt damit zu erzählen, wie er derzeit wirklich denkt und Politik funktioniert – dann aber geht es mehr in die Richtung das er mehr nachdenkt und auch sagt, was anders laufen sollte. Dabei nähert er sich der afroamerikanischen Kultur an. Am Ende des Films wird er erschossen. Aber eigentlich ist es eher eine Komödie. Eine Politkomödie, bei dem das, was gesagt wird ernster ist als so mancher Thriller oder vorgeblich ernster Film.

Absolut sehenswert.

Avatar (James Cameron)

Veröffentlicht in Rezension mit Tags , , , , , , , , am 28. Dezember 2009 von vinci

Wie soll man den neuen Film von James Cameron einschätzen? Zunächst einmal habe ich ihn nicht in der 3D-Version gesehen. Ich denke schon, dass er für sein Genre und die Zielgruppe (alles was laufen und gucken kann) eine hohe Qualität bietet, nicht nur rein optisch und von der Professionalität. Erfrischend z.B. das hier im Grunde die Militärs nicht einfach nur als die Guten dargestellt werden – und zwar über ein durchgeknallten General als Bösewicht hinaus.

Technologisch ist der Film sowieso ein Meilenstein – aber das ist dennoch denke ich nicht so wahnsinnig anders – vielleicht ändert es mehr in der Produktion. Denn ehrlich gesagt fand ich die Figuren in „Final Fantasy – The Spirits within“ aus 2001 damals realistischer und glaubhafter.

Von meiner Seite aber dennoch eine Empfehlung – sollte man wohl gesehen haben – aber am besten in einem 3D-Kino schätze ich mal. Werde ich auch noch nachholen.

Dorfpunks Review

Veröffentlicht in Rezension mit Tags am 19. Dezember 2009 von vinci

Ja das ist ein schöner Film – irgendwie gelungen die Szenerien der 80iger – die Eltern von Roddie, die dörfliche Atmosphäre.
Vielleicht fehlt da auch was – oder einiges. Vielleicht ist sein Reiz für mich auch, dass die Geschichten auch in menem Bundesland spielen – und man die Leute hier kennt.

Von meiner Seite auf jeden Fall ein MUST SEE.

Die Lord of The Rings Reihe

Veröffentlicht in Rezension mit Tags , , am 17. Dezember 2009 von vinci

Neulich noch mal alle auf englisch gesehen Teil I-III – und mein abschließendes Urteil ist, dass es sehr dürftig ist. Es gibt zwar einige filmische Highlights im Sinne von tollen Landschaften, tollen Landschaften oder auch die Gestalt des Gollum – aber ich finde sowohl die Geschichte als auch das Drehbuch, wie auch die filmische Umsetzung teilweise bedenklich – und oft auch sehr kitschig. Bedenklich im Sinne von der Sichtweise das alle Völker und Rassen zu den tollen Königen aufschauen sollen. Mag sein, dass es da in unserer Zeit einen Bedarf gibt nach einfacheren Regeln, einer Welt von Gut und Böse, etc. – aber der Pathos der da präsentiert wird erinnert mich doch oft sehr stark ans Dritte Reich und die Ästhetik an Leni Riefenstahl. Hinzu kommt dass es im Film gerne und oft kracht mit sehr martialischer Manier – und einem Spaß an Gewalt, den ich einfach nur abstoßend finde.

Irgendwie sind die Filme schon etwas besonderes – aber sie sind auch zu perfekt und für mich persönlich insgesamt zu langweilig. Der beste der drei Teile ist sicher der Letzte „Return on the Kings“(2003). Der am abwechslungsreichsten ist – anders als in manch anderen Filmen mit Fortsetzungen, wo die Qualität stetig abnimmt.

Neila – Für eine handvoll Weltflucht

Veröffentlicht in Rezension mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , am 13. Dezember 2009 von vinci
Neila Plakat

Neila Plakat

Gestern die Premiere in der Pumpe Kiel gesehen von Neila. Wenn man die Leute kennt, die den Film machen ist man auch ein wenig befangen. Ich versuchs dennoch etwas neutral zu halten.

Zunächst einmal muss man sagen, dass es der erste Film der Filmgruppe Laterna 24143 war. Sie haben recht viel Geld verbraucht in 6(?) Jahren für 8mm. Wer macht heute noch 8mm-Filme? Ein gewisser Luxus ist das schon.

Fängt man nun mit dem Positiven oder dem Negativen an? Ok Positiv: Ich finde es gibt da viele lustige Szenen drin, die durchaus ausbaufähig waren – auch filmisch / Kameraführung etc. ist es interessant und sehenswert. Zudem als Film aus Kiel eh’ für jeden Kieler Pflicht. Der Humor ist trocken und oft etwas speziell und hintergründig. Dann aber auch manchmal sehr offen.

Dafür das ausschließlich Amateure  Schauspieler waren finde ich die schauspielerische Leistung sehr gut.

nun zum Negativen: Der rote Faden fehlt. Wenn man den Film mehr als einmal gesehen hat (wie ich), dann findet man ihn auch. Allerdings gibt es Szenen bei denen mir immer noch nicht klar ist, welche Bedeutung sie für den Film haben. Der Film ist auch nicht sehr stringent – will sagen er wirkt zum Teil wie mehrere Filme ineinander – ein Mix an Stilen und Themen. Allerdings versucht der Film auch nicht, sich abstrakt von jeglicher Handlung zu lösen. Insofern wirkt der Film so, als wenn die Filmer sich oft nicht entscheiden konnten, was für einen Film sie machen wollten. Und einige Szene wurden offensichtlich drin gelassen, weil sie so gut und einmalig sind – und nicht weil sie dem Verständnis beitrugen.

Das sind auch oft die besonderen Momente im Film – z.B. die Szene auf dem Ruderboot. Ich denke aus manchem Filmmaterial hätte man wahrscheinlich erstklassige Kurzfilme machen können – oder um bestimmte Szenen herum auch einen Film der stringenter geworden wäre.

Der Film sollte wohl alles aufnehmen, was die Filmer unterbringen wollten. Aber manchmal ist weniger auch mehr.

Für ein abschließendes Urteil fehlt mir die Distanz. Ich schätze den Film sehr – und er ist auf jeden Fall ein Kunstwerk. Wenn man ihn kritischer betrachtet aus einem eher konsumorientierten Blickwinkel, dann fehlen ihm so manche Schliffe, die ihn massentauglich gemacht hätten. Ich weiss aber, dass das die Filmer auch gar nicht gewollt haben. Also wenn er ein Ziel nicht erreicht hat, das nie ein Ziel war, ist das ja auch nicht schlimm. Unter dem Strich bleibt als Kritik nur, dass es etwas mehr roten Faden gerne hätte haben können, weil man sonst als Zuschauer teilweise aussteigt mitten im Film.

Im wesentlichen möchte ich aber sagen: Weiter so, ich freue mich auf euren nächsten Film!

Aus Akira Kurosawas Dreams „Crows“

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , am 28. Oktober 2009 von vinci

Eine meiner Lieblingsepisoden aus Akir Kurosawas Träumen

 

Space is the Place

Veröffentlicht in Rezension mit Tags , , , , , , , am 17. August 2009 von vinci

Space is the Place ist ein Film, der sich um den Musiker und Philosophen Sun Ra dreht. Sun Ra war ein sehr ausgefallener Jazz-Musiker, der sich insbesondere einem mysthischen Free-Jazz verschrieben hatte. Wie der Musiker und seine Musik so zeigt auch der Film eine sehr eigene, altägyptisch inspirierte Kosmologie in Verbindung mit afroamerikanischer Awareness. Eine seltsame Mischung:

Mir ist nichts vergleichbares untergekommen bisher. Für Sun Ra-Fans natürlich eh ein Muss – aber auch sonst.

Bamboozled (Spike Lee)

Veröffentlicht in Uncategorized mit Tags , am 3. Juni 2009 von vinci

Bamboozled … Mit dem bescheuerten deutschen Titel „It’s Showtime“(nichtssagender könnte es nicht sein). Es wird die Geschichte einer TV/Bühnen-Show erzählt, die die alten Minstrel-Shows persiflieren soll. Damals traten schwarze wie weisse Schauspieler im sog. Blackface auf.

review auf spon

Der Film wirkt sehr stark independentmäßig. In der Wikipedia habe ich dazu diesen Hinweis gefunden:

Most of the movie was shot on Mini DV digital video using the Sony VX 1000 camera. This kept the budget to $10 million USD. The „Mantan Show“ sequences are shot in Super 16 film stock, which makes them appear to have a vastly more digestible look than the rest of the film.

Ich habe den Film zufällig im Fernsehen gesehen und war sofort fasziniert vom Thema, der Machart und der Umsetzung. Um euch den Spaß zu verderben hier auch die Auflösung: Einer der Schauspieler wird von schwarzen Aktivisten entführt und erschossen (was ebenfalls live im Fernsehen gesendet wird).

Die Beteiligten der TV-Produktion im Film haben allesamt zu leiden unter den Nebenwirkungen des Erfolges der Show, die nicht wirklich satirisch ist, sondern eines der großen Rassismen des weissen Amerikas wieder aufleben lässt.

Vielleicht hat der Film Schwächen. Ich würde ihm 5 Sterne geben für MUST SEE. Egal ob er euch gefällt. Solche Filme gibt es eben: Muss man gesehen haben.

Hier der Trailer:

Rezension zu ‘The Take’ von Brad Furman

Veröffentlicht in Rezension mit Tags , , am 18. März 2009 von vinci

The Take (mit Rosie Perez) ist ein ausgezeichneter, filmisch interessant gemachter Film. Das vorweg. Thriller sind ja oftmals sehr langweilig, was die flmische Art angeht. Dieser hier wirkt sehr real. Das liegt natürlich auch oft an der ‘Wackelkamera’. Aber die Charaktere wirken sehr plastisch.

Interessant ist auch, das die Geldtransporter-Firma ‘Gage’ heisst. Denn die Hauptperson erleidet eine ähnliche Kopfverletzung wie ‘Phineas Gage‘ (lest dort). Die Szene wirken wie echte Ausschnitte aus der Handlung und nicht wie starre, bühnenhafte Handlungen, wie man sie in den meisten Thrillern zu sehen bekommt. Es gibt keine Helden.

Übrigens wurde der Film 2007 für das Toronto Film Festival nominiert.

Tatis ‘Playtime’

Veröffentlicht in Rezension mit Tags , , am 15. Januar 2009 von vinci

Jaques Tatis Film ‘Playtime‘ (oder auf deutsch auch „Jaques Tatis Herrliche Zeiten“) von 1971 ist ein ungewöhnlicher Film. Er hat in dem Sinne keine echte Handlung, wie viele Tati-Filme. Ihn als Komödie zu bezeichnen passt nicht. Wesentlich für den Film finde ich die Detailverliebtheit und die Bildkomposition – die Stimmung die erzeugt wird.

Man kann in Tatis Filme die Wirklichkeit der modernen Welt wiederentdecken, wie die sterile Welt eines Flughafens oder eines Supermarktes. Wo der Mensch zu einer Nummer wird – oder zur Figur. Der moderne Mensch wirkt hilf- und orientierungslos, bzw. unterteilt Tati die Menschen in diejenigen, die unmodern sind und diejenigen, die das Moderne leben. Dabei schwankt er zwischen Bewunderung und Kopfschütteln über die neue Welt.

Aufgrund des Alters des Filmes weiss man manchmal nicht so genau was damals üblicher Livestyle war oder Tatis Überhöhung ist. Zumindest gilt dies für die Generation, die erst in den 60ern aufgewachsen ist.

Playtime ist auch ein mutiger Film in seiner Reduktion der Mittel. Ich spare mir an dieser Stelle die Information über die Hintergründe der Produktion, da diese vielleicht auch von dem Film als solches ablenken. Auf jeden Fall ein Pflichtfilm für jeden Cineasten.