Rezension: „Shadow of the Vampire“
Neulich habe ich „Shadow of the Vampire“ (USA, 2000) gesehen. Kurze Zusammenfassung des Witzes der Geschichte: Dieser Film soll die „wahre“ Geschichte der Filmproduktion des Filmes „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ von F. Murnau darstellen. In dem Film ist der Schauspieler Max Schreck tatsächlich der echte Nosferatu. Kleiner Schönheitsfehler des Filmes ist, das die Biografien der echten Schauspieler nicht mit denen im Film übereinstimmen.
Der Film ist kein Klassiker wie sein Bezugsfilm Nosferatu. Er lebt von der interessanten Idee, des „was wäre wenn…“. Die Schauspieler spielen alle recht gut – und die andere Seite, die man so vom Grafen Orlok bekommt gibt dem Film schon eine interessante Note.
Mir fällt auch kein vergleichbarer Film ein. Insofern ist er schon sehenswert. Es gibt aber einige Szene, die den Filmgenuss einschränken. Der Regisseur „Edmund Elias Merhige“ sagte mir nichts. Mit Jahrgang 1964 ist er auch noch relativ jung. Interessant wäre vielleicht mal zu sehen wie die Filme, die er danach gemacht hat. Ich habe gelesen das der Film „Begotten“ (1991) ein Kultfilm sein soll.
Also um die Frage zu beantworten, ob der Film sehenswert ist oder nicht: Ja, mit Einschränkungen. Für kritische Cineasten ist er nichts – aber für Leute, die z.B. Nosferatu kennen bzw. sehen wollen und sich für einen Film interessieren, der sich darum spinnt sicher ein MUST – in Bezug auf das eigene Urteil, was man sich bilden kann und auch in sofern, das er auf jeden Fall ein neues Licht auf ein älteres Werk wirft, auch wenn man dem Film vorwerfen kann, das er dem Bezugswerk nicht nahekommen kann. Aber dies vielleicht auch, weil „Nosferatu“ bereits eine Aura der Unnahbarkeit hat. Ich persönlich mag überwiegend Willem Dafoes Darstellung des Max Schrecks mit einigen Ausnahmen. Da mag es sein, das manche Szene eher lächerlich wirkt, weil der Regisseur nicht aufgepasst hat. Detauls entnehmt bitte den Links auf dieser Seite. In meinem Blog werde ich nicht eine komplette Handlung beschreiben. Mein Ziel ist es nur meine Erfahrung mit Filmen ganz bescheiden zu teilen. Und ich freue mich auch über kontroverse Kommentare. Wenn ich dem Film eine Schulnote geben sollte, so bekäme er eine 4+.